75 Jahre Flughafen Zürich - Ein Horrorfest?

Rund um die Flugplätze und Flughäfen in der Schweiz

Moderator: aerotimmi

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swisseagle
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75 Jahre Flughafen Zürich - Ein Horrorfest?

Beitrag von swisseagle »

Das 75-jährige Bestehen des Flughafens Zürich wurde an diesem Wochenende mit einem dreitägigen Flughafenfest gefeiert. In weiser Voraussicht hatte ich mich - auch als jahrzehntelanger Flugbegeisterter und Hobby-Pilot - von diesen Festivitäten, wie der Teufel vom Weihwasser, fern gehalten. Und das war gut so, wie ich inzwischen von Anwesenden und aus den Medien erfahren konnte. Es musste ein unglaublicher Massenandrang von Besuchern gewesen sein, die sich stundenlang in der spätsommerlichen Hitze an den Eingängen, auf dem Flughafengelände und später zu den Ausgängen drängten. Auch das Verkehrschaos auf Strasse und Schiene sei extrem gewesen.
Als langjähriger Sportflieger habe ich grössere und kleinere Flugplätze und deren Atmosphäre immer geschätzt, da mich die weiten, meist nicht stark frequentierten Gelände und deren ansprechend geordneter Betrieb immer fasziniert haben. Was ein solches Flughafen-"Fest", wie jetzt auf dem Airport Zürich
für einen unglaublichen Herdentrieb auslösen kann, ist für mich als aviatischer Individualist, mehr als befremdend. Keine zehn Pferde würden mich zu einem derartigen Getümmel ziehen können. Dabei ist eine fliegerische Darbietung, wie z.B. jene der Patrouille Suisse absolut sehenswert - wenn man diese nicht an einem Ort, an dem sich die Besucher wie in einer riesige Schafherde drängeln und drücken, erleben kann.
Was mich besonders befremdet, sind die ständigen Attacken von den heutzutage immer zahlreicheren Gegnern der kommerziellen und privaten Luftfahrt, die
glauben machen wollen, dass sie einen bedeutenden Teil der Bevölkerung vertreten. Oeffnet dann jedoch ein Flughafen seine Tore zu einer Volksfestivität, drängeln sich zehntausende Besucher wie ein Sardinenschwarm um alles Aviatische. Da ist wohl mehr Missgunst als Umweltverständnis und Ruhebedürfnis im
Spiel.
Vielleicht sollte man sich nach dem Grundsatz richten: "Jedem das Seine - und mir etwas weniger.... :idea:


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