General Aviation - Flugplätze dicht

Hier geht es um das Thema Sportflugzeuge aller Typen der E-Klasse

Moderator: aerotimmi

swisseagle
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General Aviation - Flugplätze dicht

Beitragvon swisseagle » 21.03.2020 20:34

Kürzlich unternahm ich einen Ausflug zu drei regionalen Schweizer Flugplätzen in bis zu 45 Minuten Entfernung von meinem Wohnort. Auf dem Flugplatz Hausen am Albis herrschte noch reges Treiben. Motorflugschulung und Segelflug-Schleppbetrieb. Interessant war, dass zwei Schleppflugzeuge und zwei Segelflugzeuge mit deutscher Immatrikulation auf dem Platz operierten.
Einige Tage später besuchte ich den Flugplatz Birrfeld im Kanton Aargau. Ein trauriges Bild: Die Hangars geschlossen sowie auf der sonst bei schönem Wetter stark frequentierten Terrasse des Flugplatzrestaurantes Tische und Stühle hochgeklappt und tote Hose auf der ganzen Linie. Nur über eine kleine take-away Oeffnung liessen sich Kaffee und Getränke beziehen und auf einer Bank am verwaisten Kinderspielplatz konsumieren. Immerhin war das C-Büro noch besetzt und einige wenige verloren wirkende Aviatiker standen am Schalter, um ihre Formalitäten zu erledigen. Der Schul- und Charterbetrieb hatte jedoch bereits seine Schotten dicht gemacht. Immerhin schwebte noch eine Cessna und ein Ambulanzhelikopter ein und auf den Abstellplätzen hantierten wenige Unermüdliche an ihren Fliegern. Nunmehr ist der seit Jahrzehnten immer gut frequentierte Platz völlig geschlossen. Die Entzugserscheinungen werden damit noch intensiver...….
Nächste Szenerie: Flugplatz Wangen-Lachen am oberen Zürichsee: Früher ein Platz, wo sich Hasen und Füchse gute Nacht sagten; Inzwischen auch wochentags reger Schul- und Flugbetrieb. Auch dort Corona-Dämmerung. Alle Hangars zu - kein einziges Flugzeug auf dem Vorfeld und schon gar nicht in der Luft. Wirklich bedrückend.
Angesicht der dramatischen Ansteckungsgefahr mit dem gefährlichen Virus sind die Massnahmen der Behörden verständlich und sinnvoll. Gesundheit vor Flugvergnügen - es muss leider sein.
Ich frage mich inzwischen immer wieder, wie eine solche Katastrophe, die in China ihren Ursprung hatte, geschehen konnte.
Wissenschaftler vermuten, dass die Krankheit vom Verzehr exotischer Tiere ausgegangen sein könnte. Auch bei der Verbreitung des HIV-Virus führte eine Spur zum Verzehr von Affenfleisch auf dem afrikanischen Kontinent.
In China wandert so ziemlich alles, was keucht und fleucht, in den Kochtopf. Kürzlich sah ich einen TV-Beitrag, in dem gezeigt wurde, wie sogar Fledermäuse in einer Souce über dem Feuer kochten. Fast hätte ich mich bei diesem Anblick übergeben. Wenn ich nur daran denke, schaudert es mich auch heute noch. Es ist sehr zu hoffen, dass bald Medikamente entwickelt werden können, die eine weitere Ausbreitung der Seuche stoppen und präventiv gegen Neuansteckungen wirken werden - und dass wir wieder unserem begeisternden Flugsport nachgehen dürfen. :shock:



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